Propriozeptive Einlagen

Was ist Propriozeption?

Ganz einfach erklärt, Propriozeptoren sind eigene Informationssysteme in Muskeln, Muskelhüllen, Sehnen, Bändern und Gelenken, die zuständig für die Tiefensensibilität sind. Sie informieren das Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark) über die Lage und Lageveränderungen im Raum. Dieses System funktioniert autonom, d.h. es laufen ständig und unwillkürlich Reaktionen auf Reize im Körper ab.

Propriozeptive Einlagen und ihre Wirkungsweise

Konvexe Pelotten als Druckpunkte bewirken eine physiologische Einstellung des Rückfußes. Sie aktivieren durch ihre exakte Position bestimmte Muskeln, die für die Aufrichtung der Fußlängs- und Quergewölbe  notwendig sind. Dies initiiert eine physiologische Vorfußbelastung im Stand und in der Abrollphase. Das Funktionsprinzip propriozeptiver Einlagen beruht nicht wie bei herkömmlichen Einlagenversorgungen auf passiver Korrektur mittels gewölberstützender Elemente, sondern aktiviert sensomotorische Prozesse.

Anwendungsgebiete

Haltungs- und Aufrichtungsdefizite in Verbindung mit Fußfehlstellungen im Kinheits- sowie im Erwachsenenalter, spastische Entwicklungen.

Herstellung der Einlage

Wir verwenden keine Rohlinge, sondern stellen die Einlagen nach individuellen Gesichtspunkten von Hand her.

Das Verfahren:

  • Abdruck (Fußscan)
  • Schrittweiser Aufbau der Pelotten
  • Anprobe im Rohzustand, Kontrolle der Pelotten
  • Einpassung in Schuhe
  • Patient läuft 3-4 Tage Probe
  • erneute Kontrolle an Einlage und Fuß, ggf. Änderungen
  • Bezug der Einlage mit div. Materialien (Leder, Mikrofaser, etc.)
  • Nachkontrolle zur Überwachung des Veränderungsprozesses

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